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Seekrankheit

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Die Geißel der Seefahrt. Selbst gestandene Männer werden zu wimmernden Jungen, wenn die tosende See ihren Tribut fordert. Nur wenige sind immun und neben vielen unterschiedlichen Theorien gibt es bislang nur eine belegte Studie die Mut macht, aber den wenigsten hilft: Kinetosen (See,-Reisekrankheit) entstehen im Gleichgewichtsorgan. Ist dieses geschädigt dann tritt keine Seekrankheit auf.

Dr. K. Schwanitz, Oberärztin am Asklepios Krankenhaus hat in Ihrem Vortrag über Medizin an Bord als Teilaspekt das Thema Seekrankheit aufgeschlüsselt und von der Symptomatik bis zur Therapie beschrieben. Der gesamte Vortag ist auf Anfrage per Mail als PDF erhältlich.

Symptome
Stadium 1. Müdigkeit, Abgeschlagenheit Lustlosigkeit, Frösteln, leichte Übelkeit, trockener Mund
Stadium 2. Schläfrigkeit, Erbrechen, Frieren
Stadium 3. Körperliche Erschöpfung, Dehydratation, Apathie
Stadium 4. Verzweiflung, Suizidgedanken

Erste Hilfe
Stadium 1. Aktiv ansprechen, Beschäftigen, Nahrung anbieten, ggf mit Hausmittel gegensteuern
Stadium 2. Beschäftigen, Medikamente gegen Übelkeit, Sodbrennen, ggf. Flüssigkeit
Stadium 3. Flach lagern, ggf. Medikamente zur Beruhigung, Für ausreichende Wärme sorgen
Stadium 4. Möglichst flach unter Deck, nah dem Schwerpunkt lagern, ggf. Fixieren (Lifelines)

Während im Stadium 1 und 2 noch die Arbeit verrichtet werden kann und soll ist dies ab Stadium 3 nicht mehr möglich. Seekrankheit soll nicht zum Thema werden.

Bordapotheke
Stadium 1. Ingwer, Vitamin C, geriebene Möhre oder Apfel, Cola, Akupressur
Stadium 2. Pantozol, MCP, Vomex, Scopolaminpflaster
Stadium 3. Atosil
Stadium 4. Tavor

Weitere Therapie
Good news: Seekrankheit legt sich nach 2-3 Tagen.
– Histaminhaltige Lebensmittel meiden
– Vor dem Schlag ausreichend essen (bis gerade satt)
– Bananen neutralisieren die Magensäure
– Ingwer irritiert den Magen

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